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Cornelia Suhan

Mittendrin und doch versteckt!

Fotografie

Wie verborgene und vergessene Orte und Räume mitten in der Stadtlandschaft allmählich wieder auftauchen und aus der Unterwelt ans Tageslicht befördert werden

Im Jahr 2012 entsteht im ehemaligen Befehlsbunker der Stadt Dortmund neben einer umfassenden fotografischen Dokumentation eine Reihe von fotografischen Inszenierungen, die zusammen mit einer Porträtserie in dem Projekt "Zwischenzeit – Menschen im Bunker" münden. Ein vollständig in Vergessenheit geratener Ort wird wieder in Besitz genommen, als Zufluchtsort infolge imaginierter Bedrohung besetzt.
Die entstandenen Aufnahmen werden nunmehr zeitgleich an drei unterschiedlichen Orten mitten in der Stadt "im Vorbeigehen" präsentiert: auf Plakatwänden, in Schaufenstern oder entlang eines belebten Fuß- und Radweges im Stadtteil Hörde. Die überraschten Betrachter*innen haben dank moderner Digitaltechnik die Möglichkeit, den Zusammenhang, die Hintergründe sowie die nächsten Standorte zu erfahren, die in der ungewohnten Abfolge einen ganz besonderen Stadtspaziergang ergeben.

Die in den Aufnahmen skizzierten Bedrohungsszenarien werden durch Statements damals und heute ergänzt und treten unmittelbar in einen Dialog mit aktuellen Lebenssituationen, seien es die alltäglichen Einschränkungen durch eine weltweite Pandemie oder die noch kaum greifbaren Bedrohungen durch einen fortschreitenden Klimawandel ...

Frau Suhan wurde 1956 in Duisburg geboren, studierte in Dortmund an der FH Fotodesign mit Schwerpunkt Fotojournalismus sowie am San Francisco Art Institute. Seit 1985 arbeitet sie europaweit von Dortmund aus als erfolgreiche Architekturfotografin. Ihre freien und künstlerischen Arbeiten widmet sie politischen Themen wie sexualisierter Gewalt gegen Frauen, Geflohenen und Menschen am Rande. "Ihre ernste und einfühlsame Art öffnet ihr die Herzen der Menschen und lässt Bilder und Einsichten zu, die zu einem tieferen Verständnis unserer Gesellschaft führen." Brigitte Buberl, MKK

Ihre Arbeiten wurden zweimal zum DEW Kunstpreis nominiert.